Noch Rückenschmerzen? Einige Gründe und die Mär vom zu kurzen Bein!

Erschreckend ist, dass die Zahl der Rückenschmerzleidenden weiter steigt und viele sich dabei eine goldene Nase verdienen. Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein neues Mittelchen in den einschlägigen Gazetten angepriesen wird. Von unnötigen Operationen ganz zu schweigen. Auch mich hatte man jahrelang belügen können!

Mit 30 Jahren hatte ich zahlreiche Bandscheibenvorfälle und die Aussage der Ärzte war immer sehr eindeutig: »Sie müssen sich operieren lassen, am besten versteifen wir einige Wirbel, ansonsten sitzen Sie spätestens mit 50 im Rollstuhl.« Zum Glück habe ich mich noch nie meinem Schicksal einfach hingegeben, denn im Mai werde ich 66 Jahre alt und meine Strukturen im Rücken sind hervorragend und schmerzfrei.

Viele Jahre habe ich natürlich alles versucht, was der Markt angeboten hat: Vom Wärmepflaster über Physiotherapie bis hin zu einer Heilerin habe ich alles ausprobiert. Dabei habe ich sehr viel Geld und Zeit investiert. Ich habe sogar meine Lizenzen bei einem Dr. G. und Dozent an internationalen Instituten gemacht und konnte mich fortan als ausgebildeter Rückentrainer bezeichnen.

Nur meine Rückenschmerzen kamen und gingen und wurden nach den Methoden die ich gelernt hatte nur noch schlimmer. Der Spruch: »Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz« war und ist falsch! Heute weiß ich, dass es Strukturen und Zusammenhänge im Körper gibt, die man einfach vergessen hatte. Mittlerweile hat sich das Bild der Ursachen für Rückenschmerzen komplett verändert. Leider ist dies bis heute noch nicht richtig bei der Bevölkerung, vielen Ärzten und Krankenkassen angekommen. Ich bin so froh, dass endlich Leute wie Roland Liebscher-Bracht (Die Arthrose-Lüge) oder Robert Schleip (Universität Ulm, Faszien-Fitness) der Bevölkerung andere Wege aufzeigen, denn genau diese Wege habe ich vor Jahren aus eigener Erfahrung eingeschlagen und meine Probleme und die Probleme vieler Menschen in den Griff bekommen.


Das größte Problem, das wir heute haben, ist unser Mangel an Bewegung und unser Alltag, der ständig nach »vorne« ausgerichtet ist.

Wir sitzen nicht nur zu viel, sondern die meisten Menschen schlafen auch noch mit angezogenen Beinen. Dabei verkürzt sich nicht nur die Muskulatur vorne, sondern auch das Fasziengewebe verfilzt (mehr dazu später). Daraus resultieren die unterschiedlichen Beschwerden wie Verspannungen, Bewegungseinschränkungen, dann Arthrose und Rückenschmerzen. Wenn dann noch eine Körperseite mehr belastet wird, als die andere – z. B. beim Autofahren, beim Computer spielen, beim ständigen Heben auf einer Seite – gibt es auch noch seitliche Dysbalancen mit noch größeren Schmerzen und Problemen. Wenn man dann auch noch Pech hat und für eine Seite Einlagen verschrieben bekommt, da ja ein Bein scheinbar kürzer ist, dann fängt man an, seine Schmerzen und die Folgen zu manifestieren. Der Bandscheibenvorfall ist dabei noch das kleinere Übel. Die einfache Lösung des Übels liegt auf der Hand:

Training mit Fokus auf Beweglichkeit! Dabei sind einige Grundprinzipien zu beachten: • Der Schmerz wird meist nicht da spürbar, wo sich die Ursache be- findet • Der Schmerz am passiven Bewegungsapparat ist lediglich ein Warnsignal, dass eine Bewegung momentan durch einen Muskel oder eine Faszie gestört ist • Wenn die Störung beseitigt wird, ist der Schmerz nicht mehr spürbar • Wird ein Muskel und Faszie A in ihrer Bewegung aufgrund eines Problems des Muskels und Faszie B behindert, dann tritt am passiven Bewegungsapparat (Gelenk/ Knochen) ein Schmerz auf. Dieser Schmerz geht aber vom Muskel und der Faszie aus, um Gelenke und Knochen nicht zu verletzen • Denkfehler Schmerz = Schaden, besser Schmerz = gestörte Bewegungsbahn


Verklebte Faszien – Ursache vieler Rückenbeschwerden WAS SIND FASZIEN?


Das Fasziengewebe, auch Bindegewebe genannt, findet häufig ausschließlich im Zusammenhang mit Cellulite Beachtung. Diese Einschränkung wird dem tatsächlichen Stellenwert dieses wundervollen Gewebes jedoch keineswegs gerecht. Das Fasziengewebe findet sich überall in unserem Körper. Es verleiht ihm Form, Stabilität und Flexibilität; es versorgt unsere Zellen mit Nährstoffen und befreit sie von Schadstoffen. Sind die Faszien jedoch verklebt, verhärtet oder verletzt, so kann dies zu diversen Schmerzen führen. Angefangen bei Bauch-, Nacken-, Schulter-, Rücken- und Gelenkschmerzen – bis hin zu Schmerzen, die durch den ganzen Körper wandern. Das Fasziengewebe besteht u. a. aus Kollagenfasern, Wasser und verschiedenen Klebstoffen. Diese Kombination sorgt für Stabilität, Elastizität und Gleitfähigkeit. Somit geben die Faszien unserem Körper Halt, ermöglichen geschmeidige Bewegungen und im Bedarfsfall gestatten sie sogar eine sanfte Verschiebung der Organe. Als netzartiges und überaus komplexes Gewebesystem umhüllt das Fasziengewebe sämtliche Organe, Muskeln, Gefäße, Knochen, Sehnen und Bänder. Es verbindet alles mit- einander, hält so sämtliche Teile des Körpers zusammen und fixiert sie am richtigen Platz.


Einige Tipps für Ihre Rückengesundheit Nachstehend gebe ich Ihnen noch einige Tipps, mit denen Sie selbst zur Flexibilität und Gesundheit Ihres Muskel- und Faszien-Systems beitragen können. Tipp 1: Muskel- und Faszien- Längentraining Auch das Faszien-Gewebe lässt sich ausgezeichnet trainieren. Daher können Sie großen Einfluss auf die Gesundheit Ihrer Faszien nehmen. In unserem Studio haben wir einen speziellen Zirkel, um die Faszien und die Muskeln wieder in die Länge zu trainieren.

Tipp 2: Muskeltiefentraining und Faszien-Beweglichkeitstraining mit dem Galileo Mit dem Galileo Training sprechen wir die tiefen Muskeln im Rücken an und stärken sie dort, wo es sinnvoll ist.

Tipp 3: Beckenschiefstand-Training Sehr viele Rückenschmerzen werden durch einen Beckenschiefstand begleitet. Leider haben sehr viele Rückengepeinigte Einlagen verschrieben bekommen, da sie angeblich ein zu kurzes Bein hätten. Die Einlagen beheben aber nicht die Ursache der Schmerzen, sondern manifestieren die Ursache. Bereits nach wenigen Übungen wird den Personen klar: »Habe ja gar kein zu kurzes Bein, sind jetzt wieder gleich lang!«


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